Kleine Abenteuer

Taxi – Taxi

Taxi service. Cartoon vector illustration. Order and payment. Public auto transport banner. Landing and trip. Car in the city.

Es fängt ja schon lustig an.

Wenn ich alleine mit dem Zug verreise organisiere ich mir ein Taxi. Ich will schon erwartet werden, damit ich nicht rumstehen muss oder suchen. Ich fahre nach Wien in die ländliche Umgebung zu einer Taufe. Wie so oft bin ich viel zu früh am Bahnhof, da ich ständig glaube den Zug zu verpassen. Es war so kalt, dass ich fast erfroren wäre, bevor ich in den Waggon steigen konnte. Die Jacke war einfach zu dünn, ich hatte vergessen, dass es auf dem Steig richtig eisig sein kann. Was habe ich daraus gelernt?

In Schönheit zu sterben oder zu erfrieren bringt auch nichts. Endlich sitze ich im warmen Abteil und bestelle mir ein Frühstück. Der Schaffner-Kellner ist äußerst höflich und hilft mir dass Internet zu benutzen. Ein bisschen mitleidig hat er mich angesehen. Na ja, man kann nicht alles können. Ich schaute mich um im Abteil und denke, jö, da sitzt König Drosselbart, schräg vor mir. Mit seiner Mutter ? oder ist es seine Frau oder Prinzessin? Anschließend habe ich das Märchen nachgelesen, denn ich hatte es vergessen. Das müßt Ihr jetzt selber tun.

Ankunft und Taufe

Schon war ich in Wien. Der bestellte Taxifahrer war da und fand mich auch gleich. Erleichtert setze ich mich auf den Rücksitz und los geht es. Er erklärt mir, dass er heute einen anderen Weg fährt, denn es ist Freitag nachmittag und der Verkehr und verstopft und und und.. ich seufze ja, Hauptsache ich komme in mein Hotel in Klosterneuburg. Er hat mir auch sonst noch sehr viel erzählt. Das habe ich jedoch alles vergessen.

Ich wollte nicht reden und auch nicht zuhören. Warum erwische ich immer wieder Taxifahrer, die mir Ihre Lebensgeschichte erzählen? Von der Frau und der Tochter oder der Krankheit des Onkels? Uff. Ich will doch nur von A nach B gebracht werden. Nun, nach gefühlten 200 km war ich im Hotel. Nächsten Tag fand die Taufe statt weit ausserhalb der Stadt und ich bestellte mir ein Taxi, damit ich pünktlich meinen Zug zur Heimfahrt erreichte. Übrigens, beim gleichen Unternehmen! Alles klar 17 Uhr beim Heurigen Sowieso in der Strasse Trallala.

Wo ist das Taxi?

Und jetzt kommt es. Nein, nicht das Taxi sondern „I steh´in der Ködn (Kälte) und wart´auf a Taxi und es kommt nicht.“ Alle Leute waren schon weg ich sagte Ihnen fahrt nur, mein Taxi wird gleich da sein. Im Heurigen war nur noch die Wirtin. Es ist 17 Uhr 20 ich werde leicht nervös. Da läutet mein Handy und der Herr Taxler sagt, er kennt sich da nicht aus, ob das stimmen täte die Andreasstrasse wo er grad sei und wo er abbiegen soll. Meine Antwort „Keine Ahnung ich bin nicht von hier“hat er völlig ignoriert und weiter nach dem Weg gefragt. Dass ich meinen Zug nicht erreiche war mir inzwischen völlig klar.

ICH:Warten Sie ich frage die Wirtin. DIE WIRTIN zum Taxler: Sie sind ja völlig falsch, sie müssen nach Kirling. Als er nach 15 weiteren Minuten nicht da war rief ich bei der Zentrale an und kriege das Gespräch zwischen Chef und Fahrer mit am Telefon. CHEF zum Fahrer: Um Gottes Willen, wo fährst den Du herum? Die Wirtin spricht mit dem Chef, der wiederum mit dem Fahrer und ich stehe da und zähle leise bis 10, damit ich keinen Schreikrampf kriege. Als um 18 Uhr das Taxi vor mir steht  konnte ich es kaum glauben, riss die Tür auf und schrie hinein „Sagen Sie, haben Sie kein Navi?“

TAXLER : Ja schon, aber ich habe die falsche Strasse eingegeben, die so ähnlich heißt. Und er sei ein echter Wiener und die Gegend da, wer will da schon hin. ICH: Fahrens mich einfach zum Westbahnhof, damit ich wenigstens den nächsten Zug erreiche. ER: Ja wollen Sie da in die Felberstrasse oder in die …Strasse? Meine Standardantwort der letzten Stunde: Keine Ahnung, ich bin ja nicht von da, aber ich würde gerne den nächsten Zug erreichen. Als ich endlich im Zug saß mit blanken Nerven habe ich mir ein Achterl Wein bestellt und dachte das glaubt mir ja keiner, wenn ich das erzähle. Wenn einer eine Reise tut….

 

 

 

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4 Kommentare

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    Antworten
    Daaaniieee
    30. Januar 2017 at 16:00

    Haha echt tolle Geschichte und urlustig zum lesen 🙂 LG Daaaniieee

    • Gabi Wenger
      Antworten
      Gabi Wenger
      2. Februar 2017 at 16:47

      …und es ist wahr ! Da fällt mir gleich noch mal was skurriles ein! Gabi

  • Avatar
    Antworten
    Sunny
    4. Februar 2017 at 21:29

    Grandios. Ich hatte auch gleich diesen DÖF Hit im Ohr.
    Nein. Ist mir noch nicht passiert. Aaaaber ich bestelle mir auch höchst selten eines. Also, ein Taxi.
    Was meinem Mann allerdings schon passiert ist. Er hat sein Handy im Taxi liegen lassen. Mit unseren elektronischen Ticket für den Rückflug aus Mailand.
    Wenn Du magst, kannst Du die Storry hier nachlesen.
    http://www.sunnys-side-of-life.de/2013/07/wenn-einer-eine-reise-tut-6.html
    LG und einen schönen Sonntag
    Sunny

    • Gabi Wenger
      Antworten
      Gabi Wenger
      6. Februar 2017 at 11:31

      Hallo Sonny das werde ich gleich mal nachlesen. Ich muss ja noch selber lachen, wenn ich daran denke. Es ist nicht die einzige Taxigeschichte. Ich bin schon ganz misstrauisch, wenn ich in ein Taxi steige. Demnächst wieder in Wien. Bin froh, da ist eine Freundin dabei. Liebe Grüße Gabi

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