LieblingsSachen

Lippenstift & Co.

Mein Verständnis

Ich weiss, dass ein Blog Zeit und auch Geld kostet. Es ist absolut legitim, wenn man mit dem Blog Taschengeld oder auch mehr verdient. Versteuern muss man auch. Ich war ja lange genug selbständig um das alles zu wissen. Willst Du Geld verdienen, muß Du richtig gut sein. Nicht nur beim bloggen. Da scheidet sich die Spreu vom Weizen. Es wird ja oft so dargestellt als müßte man nur ein paar Zeilen tippen und schon füllt sich das Konto. Natürlich ist das nicht so!

Mein Ärgernis

Ich verfolge die Bloggerszene vielleicht nicht einmal zwei Jahre. Habe tolle Blogs und Beiträge in allen möglichen Sparten gefunden. Habe sie abonniert um regelmäßig zu lesen. Auf einmal ist es passiert. Es wurden Produkte vorgestellt, dagegen habe ich ja gar nichts um sich etwas Taschengeld zu verdienen. Doch immer mehr, immer öfter, bis ich so verärgert war, dass ich unlike gedrückt habe. Es war und ist einfach manchmal zuviel des Guten. Mag sein, dass ich da etwas empfindlich bin. Dass meine Altersgruppe nicht ganz zu den Produkten passt. Doch wenn so viele Blogs nur mehr darum kämpfen, noch einen Lippenstift, Nagellack oder Abnehmprodukte empfehlen, dann dürfen sie sich nicht wundern, wenn kein Mensch mehr auf den Artikel klickt oder gar ein Like schenkt.

Mein Wunsch

Ich mag auch Likes. Natürlich. Doch ich will sie mir nicht kaufen oder darum bitten. https://diemitdemrotenlippenstift.com/2017/02/11/likest-du-mich-dann-like-ich-dich/  hat einen sehr schönen Artikel darüber geschrieben. Likerunde ist für mich ein NoGo.Einmal habe ich das getan. Dann habe ich mich regelrecht geschämt. Ja, ja altmodisch.Seit einiger Zeit bin ich in der einen oder anderen Bloggergruppe mit 4000 oder 8000 Mitgliedern. Ein enttäuschendes Erlebnis. Bis auf ganz wenige Ausnahmen wird nur gepostet, was das Zeug hält. Manchmal hat man das Gefühl es ist eine Werbeveranstaltung. Ich nehme mir viel Zeit zum stöbern und lesen. Manchmal entdecke ich ein Bloggjuwel und freue mich. Und kommentiere. Ich werde auch das eine oder andere Produkt empfehlen im Lauf der Zeit. Der Inhalt meines Blogs soll jedoch der Inhalt sein, die Geschichten die ich erzähle, manchmal auch Mode. Damit will ich Menschen erreichen. Vielleicht findet Ihr das merkwürdig, doch für mich ist das eine Frage der Ehre. Mein Wunsch wäre ein aufmerksamer Umgang unter den Bloggern. Wenn sich jeder nur für seinen Blog interessiert, wird es langweilig. Bin ich zu anspruchsvoll ? Was meint Ihr dazu ? Liege ich falsch ?

 

 

 

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13 Kommentare

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    Antworten
    Regina
    12. März 2017 at 8:28

    Liebe Gabi,
    nein, da liegst du nicht falsch. Ich sehe das genauso. Es gibt leider viele tolle Blogger, die sich immer mehr selbst verloren haben und nur noch einen Werbungsblog führen. Dann werden sie für mich langweilig. Jeder sollte sich selbst treu bleiben und seinen eigenen Content nicht aus den Augen verlieren. Ich verstehe, wenn man etwas Geld mit dem Blog verdienen möchte. Hier sollte man auf eine interessante Mischung achten um seine Leser nicht zu verärgern.

    Beste Grüße
    Regina

    • Gabi Wenger
      Antworten
      Gabi Wenger
      12. März 2017 at 11:58

      Danke Regina.So lange bin ich ja noch nicht dabei, daher war ich mir nicht sicher, ob ich mir so ein Urteil erlauben darf. Lg. Gabi

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    Ingrid Staufer
    12. März 2017 at 8:42

    Hallo Gabi,
    Du hast recht, Geld regiert die Welt. Und ich finde Deinen Bog-Weg super. Ich zähle mich auch nicht zu den „Oberflächlichen“, das liegt aber sicher in „Unserer Generation“. Das Verständnis für Blogger, und unter Bloggern ist eben noch nicht so vorhanden, wie gewünscht. Ich habe mir den Mund schon fusselig geredet was ein Blog überhaupt ist. Ein Blog sollte eben nicht zum Werbeblog mutieren. Und mit kopfschütteln werde ich auch regemäßig kommentiert, wenn ich sage, ich sitze dafür täglich drei Stunden vorm PC. Ich weiß nicht was die Allgemeinheit glaubt und meint, was das alles ist. Ich für meinen Teil liebte es schon in der Schule zu schreiben, Menschen zu motivieren und zum Lachen zu bringen. Und weil überall auf der Welt ein Magistrabista gefragt ist, wird eine Kolumne von mir, in einer renomierten Zeitschrift, wohl immer ein Traum bleiben. Auch Vitamin B braucht man für einen auch Blog nicht. Und sollte ich jemals einen Cent mit meinen Gschichteln verdienen, werd ich sie drucken lassen 🙂
    PS:Denn auf den Tisch kommt, was auch wirklich von mir gegessen wird
    lg ingrid

    • Gabi Wenger
      Antworten
      Gabi Wenger
      12. März 2017 at 12:06

      Bloggen soll in erster Linie Spaß machen. Ich möchte nicht davon leben müssen.Das wäre mir zu stressig. Wer weiß, vielleicht kriegst Du noch einmal die Chance auf eine Kolumne. Schreiben ist ja nicht an ein Alter gebunden. Lg. Gabi

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    Antje
    14. März 2017 at 22:40

    Liebe Gabi, schöner Beitrag, der zum Nachdenken anregt. Eigentlich ist es ja genau das, was wir alle mit unseren Blogs erreichen wollen, zum Nachdenken anregen, inspirieren und uns austauschen. Leider verlieren das Viele mit zunehmendem Erfolg aus den Augen bzw. durch das Likes-Kaufen und die Konkurrenz unter den Bloggern verschieben sich die Prioritäten. Ich finde das auch sehr schade, hoffe aber auch, dass der wirklich interessierte Leser den Unterschied erkennt. : ) Einen lieben Gruß, Antje

    • Gabi Wenger
      Antworten
      Gabi Wenger
      15. März 2017 at 12:50

      Hallo Antje. Danke für Deine Stellungnahme.Ich glaube auch,dass sich langfristig die guten Beiträge durchsetzen. Herzliche Grüße Gabi

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    Antworten
    Edith
    16. März 2017 at 13:41

    Liebe Gabi!
    Es ist tatsächlich so, sobald ein Blog mehr Menschen anzieht, ist die Werbeindustrie da!
    Mich nervt Werbung extrem, egal wo, von wem oder warum. Wenn man einmal etwas im Internet sucht, wirft einem danach wochenlang das System danach diese eine Sparte immer wieder vor, egal wo man drin ist, klebt das an irgend einer Seite dran.
    Deshalb kann ich mir gut vorstellen, dass manche es als Bestätigung empfinden, wenn sie mir ihrem Blog werben sollen, also Geld verdienen. Dass andere sich damit gestört fühlen, bedenken jene vielleicht gar nicht.

    Ingrid, ich verstehe dich!
    Was denkst du, wie man mich blöd angeredet hat, als ich mein Attergauer Geschichtenbuch schrieb! Ohne Matura so was machen, das geht nicht! Man kann doch nicht und was sollen sich die akademisch Gebildeten denken, wenn ihnen so jemand wie ich die Arbeit weg nimmt! Es waren einige, die mich fast entmutigten, doch ich machte weiter, heute bin ich froh! Der Verlag fragte schon an, ob es denn nicht eine neue Auflage gäbe, (Auflage war nach 10 Monaten vergriffen), oder einen neuen Band, aber mir ist es zu anstrengend geworden.
    Doch es ist schön, das zu wissen!
    Aber das Gleiche war beim Malen, man verbot mir einmal, etwas Bestimmtes von hier zu malen, da nur jemand aus Wien dies dürfe! Ich hätte nicht das Recht, da ich nicht einmal annerkannte Malerin war!
    Seitdem schere ich mich überhaupt um niemanden mehr.
    Der Neid ist leider groß, ich mache aber all die Sachen, bei denen ich ein gutes Bauchgefühl habe, egal ob ich es vielleicht gar nicht darf oder schon!
    Und man kann auch bei unserem Drucker im Ort Bücher machen lassen, kleine, kurze, große, sie kosten nicht die Welt!

    • Gabi Wenger
      Antworten
      Gabi Wenger
      22. März 2017 at 7:44

      Hallo Edith. Danke für Deine ausführliche Stellungnahme. Ich kann Dir nur recht geben. Letzthin habe ich ein paar von den sogenannten Kundenkarten zerschnitten, weil mich das nervt.Aber hin und wieder erliegt man der Versuchung alles mitzumachen. Also Augen auf und aufgepasst. Ich habe mir Deine Ausstellung in der Musikschule angeschaut. Wirklich so toll, was Du schon alles gemacht hast. So viel Talent und Können. Gratuliere. Gut, dass Du Dich von niemanden aufhalten hast lassen!Liebe Grüße Gabi. Bei mir dauert das antworten immer länger, ich versuche, nicht ständig am PC zu hängen.

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    Antworten
    Ingrid Staufer
    22. März 2017 at 8:58

    Hallo Edith,
    ja man muss „es schon wirklich wollen“ – wie oft denk ich mir Abends im Bett: Wozu tu ich das Alles? Und dann steh ich am nächsten morgen auf, und weiß: weil ich es liebe, ich liebe es zu unterhalten, ich liebe es zu schreiben, ich liebe es, einfach was nur was für mich zu tun. Ohne Wettbewerb, ohne Druck und ohne Bewertung.
    lg ingrid
    PS: mach weiter so 🙂

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    Edith
    22. März 2017 at 9:11

    Danke Gabi!
    Weißt du, es ist schön, wenn mir Kinder (ja Kinder!) wie in den letzten Tagen immer wieder sagen, wie sehr sie einiges aus meinem Angebot in der Ausstellung „lieben“, Kinder, die in die Musikschule gehen. Sie sind ehrlich und noch unverdorben, darum schätze ich das, was sie sagen. Für nichts anderes tut man so was, für Menschen die sich dran erfreuen und Spaß damit haben.

    Genau wie Ingrid, mache ich das, weil ich es gerne tue, es eigentlich für mich mache. Mir scheint, das spürt man auch, bei Druck und Wettbewerb entsteht selten Gutes.

    Ich danke euch beiden für die Antworten!
    Edith

    • Gabi Wenger
      Antworten
      Gabi Wenger
      24. März 2017 at 14:14

      Liebe Edith, liebe Ingrid
      ich gebe Euch völlig recht. Freude am tun ist das wichtigste,sonst geht gar nichts. Jedenfalls bei mir. Lg. Gabi

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    Antworten
    Julie
    25. März 2017 at 10:32

    Ein sehr schöner Beitrag, liebe Gabi und vielen Dank fürs Verlinken!
    Ich denke auch, dass es okay ist, ein bissl Werbung zu machen und sich dadurch etwas zu verdienen. Was mich auch abstößt, ist, wenn jemand nur noch wirbt und die Produkte nicht mal zum Blog passen.
    LG Julie

    • Gabi Wenger
      Antworten
      Gabi Wenger
      25. März 2017 at 15:57

      Dein Beitrag hat nur so gut gefallen, da mache ich das gerne! Lg. Gabi

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