Yes I can = Huh

Freiheit in meinem Leben

shutterstock_363160163Vielleicht ist dieser Beitrag mehr Tagebuch als Blog. Einblick in die Gedanken. Der Begriff von Freiheit in meinem Leben. Seit die Jeans Boutique geschlossen ist, bin ich frei . Nicht dass ich mich vorher unwohl oder eingesperrt fühlte. Doch manchmal spürt man dies erst im nachhinein. Solange ich gearbeitet habe stellte ich nichts in Frage. Was zu tun war musste erledigt werden ohne Wenn und Aber. Mit Freude. Es waren genau 39 Jahre 9 Monate und 28 Tage. Dann war Schluss. Freiwillig.Ich habe es mir so ausgesucht. Geplant war es schon Monate vorher.

FREIHEIT als Teenager

Als Teenager habe ich Tagebuch geführt. Darin steht, nach der Schule bin ich frei. Als ich das schrieb, war ich 13 Jahre  alt und glaubte das. Frei sein hieß für mich damals selbstbestimmt zu Leben, nicht mehr das tun was die Eltern verlangten. Da gab es einiges, was mir gar nicht gefiel. Jaja, heute weiß ich auch, das war naiv. Meine nächsten drei Jahre verbrachte ich FREIWILLIG in einer sogenannten höheren Frauenfachschule mit INTERNAT! Meine beste Freundin durfte in diese Schule und ich fand es super, dass ich auch dorthin gehen konnte. Hatte wieder mal keine Ahnung was mich erwartete. Das passiert mir öfter, dass ich laut „Will ich auch“ rufe und keinen Schimmer habe was auf mich zu kommt. Haha, heute noch!

Internat! Na, da ging es erst richtig los mit gehorchen. Nicht denken, nur Befehle ausführen. Alles andere wurde bestraft mit Heimfahrverbot oder Küchendienst. Das kann sich heute niemand mehr vorstellen, es ist auch schon eine Weile her. Am Wochenende wurden wir uns selbst überlassen, durften nicht aus dem Internat. Ein bis zwei Erzieher hatten ein Auge auf uns. Viel Musik half uns über diese Zeit hinweg. Jethro Tull| Deep Purple| Uriah Heep und Led Zeppelin in einer Lautstärke, dass es mich wundert, keinen Gehörschaden erlitten zu haben. Mein Herz schlägt heute noch höher, wenn ich diese Musik höre. Doch irgendwann war auch diese drei Jahre vorbei.

FREIHEIT mit 18

Juhuu Freiheit wo bist Du ? Leider wusste ich zu diesem Zeitpunkt nicht mehr was ich mal wollte und hatte keinerlei Vorstellung von meinem Leben. Ich wurde, wie alle anderen auch endgültig dressiert. Kaum aus der Schule lernte ich einen Mann kennen (natürlich hatte man zu Hause vorher auch einen Freund) der genau wusste, was ER wollte. Er gefiel mir und ich verliebte mich. Wollte auch das, was er wollte. So einfach war das damals.

Nach ein paar Jahren haben wir geheiratet – das wollte ich. Es wurde Gabis Boutique gegründet und es war die Idee meines, damals noch Freundes. Heute sage ich: Er hat mir den Weg gezeigt, gegangen bin ich in selber. 30 Jahre habe ich alleine das Geschäft geführt. Wohlgemerkt, dass Geschäft. Wir sind noch immer gerne verheiratet. Das mit der Freiheit hatte ich vergessen. Durch die Herausforderung habe ich mich weiter entwickelt. Selber denken und Entscheidungen treffen, sonst kannst Du keinen noch so kleinen Betrieb erfolgreich führen.

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FREIHEIT heute

Heute sage ich GUT GEMACHT GABI. Seit 5 Wochen ist nun die Boutique geschlossen. Sie fehlt mir nicht entgegen allen Prognosen. Nein, es ist  etwas anderes passiert. Ein unglaubliches Gefühl von Freude und Freiheit ist in mir aufgetaucht. Mit 13 Jahren wollte ich frei sein und jetzt so viele Jahre fühle ich mich frei. Mache, wozu ich Lust habe. Kann lesen, spazieren gehen. Spontan Städtereisen machen, Menschen treffen, Kurse besuchen, wann immer ich will.

Ich freue mich bis zu den Sternen und zurück über diese neue Freiheit und darum passt auch der Name meines Blogs so gut zu mir. Wochenlang habe ich im Frühjahr darüber nachgedacht. Plötzlich war es da dieses www.lovemylife.at

Was fällt Euch ein zum Thema persönliche Freiheit?

 

 

 

 

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6 Kommentare

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    Edith
    11. Dezember 2016 at 10:04

    Liebe Gabi!

    Du hast das so wunderbar in Worte verpackt, dein bisheriges Leben und deine“ jetzige“ Freiheit! Wie du dich gibst, wie du aussiehst, daran merkt man, der Frau geht es gut!
    Ich freue mich für dich, habe ja die letzten Jahre immer nur dein Auto in unserer Nähe parken sehen, wenn du wieder im Geschäft gearbeitet hast, Jahr für Jahr…
    Mir ging es ähnlich, nur kam ich mit 14 in die Lehre, damals in den 60ern noch ein Knochenjob, alles war streng und die Eltern (meine) extra streng. Ich hatte keinen Weg geplant, lebte quasi in den Tag hinein und litt oft unter meinen Fehlentscheidungen. Vielen ging es ebenso, das nahm man nicht so schlimm, damals.
    Du hattest Glück mit deinem Freund/Mann, er führte dich im Leben, bei mir gings öfter daneben, aber jeder hat es selbst in der Hand. Bis ich mich selbst gefunden hatte, dauerte es lange, egal. eines wusste ich, dass mein Weg künstlerisch sein musste, etwas, dass man in sich hat und nicht leugnen kann. Anders als du, hatte ich mir die Zeit genommen, musste alles probieren, was sich mein Geist ausdachte, musste meine Kreativität frei lassen.
    Anders als du, verstand ich es nicht, es auch fianziell umzusetzen, aber das liegt an meinem Unvermögen, das wird auch so bleiben. Egal, mein langjähriger Partner versteht das und trägt das mit mir, nun auch meine wachsende, kleine Familie.
    Trotzdem haben wir beide Spuren hinterlassen, ewig wirst du die Jeans-Gabi bleiben ich die Malerin, obwohl ich schon viele Jahre nicht mehr male.
    Es spielt keine Rolle, nur wie man heute ist, das schon. Und ich glaube, du bist in Ordnung!
    Wirst sehen, je älter man ist, wird das Leben schöner, man selbst gelassener! Gönne dir deine Reisen (meine gehen nur mehr nach Irland), geniesse das alles, hast es dir verdient!
    Edith

  • Gabi
    Antworten
    Gabi
    11. Dezember 2016 at 14:14

    Danke für Deine Gedanken Edith. Irland steht noch auf meiner Liste. Alle schwärmen von dieser Insel. Ja, ich mag mein Leben wie es ist. Bei Dir erwacht jetzt das Großmutter Gen. Das wird eine schöne neue Zeit. .Gabi

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    Reni - Swiss Nomads
    20. Dezember 2016 at 7:52

    Liebe Gabi

    Freiheit ist etwas wunderbares. So schön, dass Du sie gefunden hast. In dem Fall hat sich das warten gelohnt.

    Für mich ist Freiheit reisen. Wenn ich unterwegs bin fühle ich mich frei. Zwischendurch ist dann aber auch das Bedürfnis da, eine Homebase zu haben. Egal wo, ob in Bali, in Thailand, einer indonesischen Insel oder auf einem schönen Campingplatz.

    Ich wünsche dir noch viele Jahre Freiheit und freue mich schon auf deine Berichte auf dem Blog.

    Liebe Grüsse,
    Reni

    • Gabi Wenger
      Antworten
      Gabi Wenger
      20. Dezember 2016 at 11:44

      Liebe Reni. Die Freiheit, die Ihr habt ist eine besondere. Mir würde das wirklich auch gefallen.Das Glück ist, dass Marcel und Du Euch völlig einig seid. Das finde ich einfach Extraklasse. Ich habe auch noch ein paar Ziele vor Augen. Einstweilen verfolge ich Euren Reiseblog. Wünsche Euch alles Gute für das kommende Jahr. Liebe Grüße Gabi

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    Sonja Schiff
    6. Februar 2017 at 14:34

    Hallo Gabi,
    danke für Deinen Besuch auf meine Blog. Ich sehe Du hast deine Jeans-Boutique geschlossen! Also bist jetzt in Pension. Net schlecht! Ich beschäftige mich ja beruflich mit dem Thema Pension, halte Pensionsvorbereitungskurse für große Firmen. Für mich ist die Pensionszeit die einzige zeit im Leben (außer der Kindheit) wo man nicht mehr um jeden Cent zur Sicherung der Existenz rennen muss. Es gibt Monat für Monat Geld auf Konto., bei der einen mehr, bei der anderen weniger, und diese Geldsumme entlastet. So gesehen sehe ich diese Zeit auch als Zeit der Freiheit. Man kann arbeiten, bezahlt oder ehrenamtlich, aber man muss nicht. Man kann sich übrigens auch neu erfinden 🙂 Ich sehe es als die einzige Zeit im Leben, in der man schauen kann, was wirklich in einem steckt….ohne dass gleich die gesamte Existenz dran hängt. Lieben Gruß!

    • Gabi Wenger
      Antworten
      Gabi Wenger
      6. Februar 2017 at 14:47

      Hallo Sonja. Ja seit 3 Monaten bin ich „frei“. Nach mehr als 39 Jahren im Geschäft ist das immer noch schön.Ich muss nicht mehr, ich kann! Interessant, was Du da machst. Ich habe ja keine Probleme mit meiner Zeit und wundere mich immer, dass mich die Leute oft ganz mitleidig fragen „wie gehts Dir denn“ als hätte ich ein Gebrechen! Natürlich habe ich ein Jahr darüber nachgedacht, was ich tun kann. Ich muss mein Hirn beschäftigen, dass weiss ich. Da bin ich eben auf das Bloggen gekommen und liebe es.Hatte keine Ahnung vorher.Und das schöne ich muss kein Geld verdienen damit, sollte es mal so sein, etwas Taschengeld auch nett.Ich kriege ja nun jedes Monat meine Pension. Juhu!!! Soviel ich gesehen habe bist Du in Salzburg und warst mal am Attersee am Buchberg wandern im Herbst? Da wohne ich nämlich. Wer weiss, vielleicht gehen wir mal auf einen Kaffee. Dein Buch interessiert mich auch noch. Muss es erst lesen.

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